Rezension: 10 Stunden tot von Stefan Ahnhem

Ein ausländischer Junge wird tot in einer noch laufenden Waschmaschine in Schweden gefunden.
Schnell findet die Kripo einen Bezug zu einer rechtsgerichteten Partei und versucht diesen grausamen Mord aufzuklären.

Der Kommissar Fabian Risk ist allerdings beurlaubt und so führt seine Kollegin Irene Lilja die Untersuchung. Doch Risk ist nicht untätig und ermittelt auf eigene Faust in einem angeblichen Selbstmord, der vor einigen Jahren stattfand, bis er schließlich zu den offiziellen Ermittlungen mit hinzugezogen wird.

Sehr schnell wurde das Buch politisch mit dem rechtsradikalen Hintergründen, was mir persönlich nicht gefallen hat. Die Kripo tappt im Dunkeln und immer mehr Leichen tauchen auf. Ein Mörder wählt seine Opfer, Zeit, Ort und Waffe durch ein Würfelspiel aus und bringt somit noch mehr Verwirrung in die Untersuchungen. Der Würfler dagegen taucht erst sehr spät auf der Bühne auf und bleibt dann wieder lange verschollen.

Schnell wird in mehreren Fällen gleichzeitig ermittelt und sowohl Risk als auch Lilja kämpfen zudem noch im privaten Umfeld mit ihren eigenen Problemen.


Cover: 10 Stunden tot von Stefan Ahnhem

Klappentext

Der härteste Fall für Fabian Risk

Helsingborg ist nicht mehr der idyllische Ort an der schwedischen Küste, der er mal war. Während eine Reihe von Morden die Stadt erschüttert, kämpft Kommissar Fabian Risk gegen sein ganz persönliches Leid: Seine Familie droht an seiner Arbeit als Mordermittler zu zerbrechen. Weil sein Job sein Leben ist, kann er nicht anders und nimmt sich der Aufklärung der Morde an. Trotz wochenlanger Suche findet er keine Spur. Risk und seine Kollegen ahnen nicht, dass der Täter seine Opfer durch ein Würfelspiel rein zufällig auswählt, genau wie die Mordwaffe und den Tatort. So lassen sich keinerlei Verbindungen zu ihm herstellen. Wird dieser Fall ungelöst bleiben?


Fazit

Das Buch habe ich in einer Leserunde gewonnen und der Klappentext war sehr ansprechend. Wie fängt man einen Mörder, der alles zufällig auswählt? Wie tickt er? Was geht in ihm vor?

Voller Erwartungen stürzte ich mich auf die Lektüre eines „der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens“. Nach den ersten Kapiteln war ich bereits sehr verwirrt. Zu viele Handlungsstränge taten sich auf einmal auf und es ist nicht immer sofort ersichtlich aus welcher Perspektive es weitergeht.

Der Stil an sich war nicht mein Geschmack, oft wird zu passiv erzählt als die Geschichte aktiv voranzutreiben. Stellenweise habe ich ganze Absätze einfach nur überflogen, da sich auch die Gedanken der Charaktere oft wiederholen.

Ein Ende gab es meines Erachtens nicht. Das Buch hörte einfach mitten in der Geschichte auf. Ich bin der Ansicht, ein Buch sollte als ein eigenständiges Werk fertiggestellt werden und in sich abgeschlossen sein. So wirkt es, als hätte der Autor einfach keine Lust mehr gehabt. Für mich gab es nur viele lose Enden und damit auch viele Fragen unbeantwortet.

Vom Klappentext habe ich mir mehr über den Würfler erwartet, der spielt allerdings nur eine kleine Nebenrolle.

Die 492 Seiten teilen sich in 88 Kapitel auf, was mir persönlich wiederum gefallen hat.
Alles in allem war ich von „10 Stunden tot“ sehr enttäuscht und habe mir mehr erwartet. Daher vergebe ich hierfür leider nur 2 von 5 Sternen.

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